Badezimmer History
Das Badezimmer stellt für viele Menschen auch einen Ort dar, wo man sich zurückziehen kann, wenn man dem Alltag entfliehen und sich richtig entspannen will. Nicht zuletzt deswegen werden auch Einrichtungsgegenstände wie exklusive Wannen oder Saunen immer beliebter, wenn es darum geht, sein eigenes Bad einzurichten. Das Badezimmer nimmt also heutzutage durchaus eine entscheidende Rolle ein, was allerdings längst nicht immer so war.
Wie sieht die Geschichte des Badezimmers im Detail aus?
Eine richtige Badekultur im heutigen Sinne entstand erst ab den 1950er Jahren – also ab der Mitte des 20. Jahrhunderts. Zuvor handelte es sich beim Waschen lediglich um ein „notwendiges Übel“, das man in den meisten Fällen lediglich ein Mal in der Woche über sich ergehen ließ. Es wurden dazu meist Wannen, Bottiche oder so genannte Waschzuber verwendet, um für einen gewissen Hygienestandard zu sorgen. Bei den oben erwähnten Zubern handelte es sich um ovale und nach oben hin offene Gefäße, die häufig eher einem Fass glichen, als dass sie einer Badewanne im heutigen Sinne ähnlich waren.
Darüber hinaus gab es damals zumeist gar keine eigenen Badezimmer, wie das heute der Fall ist, sondern die Wannen oder Zuber wurden in Waschküchen oder eigenen Waschhäusern aufgestellt. Vielerorts war auch ein öffentliches Bad – das so genannte Volksbad – die übliche Möglichkeit, um für seine Körperhygiene zu sorgen. Echte Badezimmer glichen einem wahren Luxus und wurden ausschließlich von reichen Leuten eingerichtet, musste man doch über ein freies Zimmer, fließend Wasser, einen Abwasserkanal, einen Boiler und Ähnliches verfügen – alles samt Dinge, die in einem herkömmlichen Haushalt oft nicht zur Verfügung standen. Nicht zuletzt deswegen entwickelte sich mancher Orts auch das so genannte Frankfurter Bad, das eine Wohnung bezeichnete, bei der sich die Badewanne in der Küche oder einem anderen Zimmer befand.
Erst im Laufe der Zeit entwickelte sich das Badezimmer zu dem, was es heute darstellt. Waren in den 1970er Jahren noch besonders einfache Modelle, die oft in grellen Farben gehalten waren, üblich, änderten sich die Bäder immer mehr zu luxuriösen Räumen, in die man auch einiges investieren will.
Ein Badezimmer besteht heute nicht mehr einzig und allein aus einer Dusche und einem Waschbecken, sind doch immer mehr Einrichtungsmöglichkeiten vorhanden. Man kann heutzutage von edlen Badewannen über Duschen mit Massagefunktion bis hin zu Whirlpools alles in das Badeszimmer bekommen, was man sich je erträumt hat. So werden heute auch häufig TV und Soundsystem, spezielle Beleuchtungen und Feuerstelle in das luxuriöse Badezimmer integriert, um ein Ambiente zur absoluten Entspannung zu schaffen.
In den letzten Jahren ist ein wahrer Boom in diesem Bereich entstanden und man hat auch zahlreiche längst vergessene Formen des Badezimmers wieder ins Leben gerufen. So erfreuen sich heute Holzwannen und freistehende Badewannen besonderer Beliebtheit und gelten als wahre Luxusausführungen, während sie – stark vereinfacht selbstverständlich – früher eher in ärmeren Verhältnissen zu finden waren. Nicht zuletzt deswegen kann man gespannt sein, welche Entwicklungen die Zukunft in Bereich Badezimmer für uns bereithält.
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